Kontakt

Gemeinnützige 
Urlaubskasse des  
Bayerischen 
Baugewerbes e.V.

Telefon (089) 539 89-0
Telefax (089) 539 89–70

info@urlaubskasse-bayern.de
www.urlaubskasse-bayern.de
Beratungsnummer
(089) 539 89–0
Anschrift

Lessingstraße 4 
80336 München

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Postfach 15 08 25 
80045 München
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Montag bis Donnerstag:
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Freitag:
07:30 bis 12:00
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Öffnungszeiten (persönliche Beratung)

Aufgrund des Corona-Virus ist die Urlaubskasse bis auf Weiteres für den persönlichen Kundenkontakt geschlossen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Urlaubsvergütung

Der Anspruch auf Zahlung der Urlaubsvergütung besteht bei Urlaubsnahme gegenüber dem Arbeitgeber.

Urlaubsvergütung

Die Urlaubsvergütung besteht aus dem Urlaubsentgelt und dem zusätzlichen Urlaubsgeld.

Die Höhe der Urlaubsvergütung errechnet sich

  • mit dem tariflich festgelegten Prozentsatz
  • aus dem beitragspflichtigen Bruttolohn (ohne Weihnachtsgeld und anteiligem 13. Monatseinkommen)
  • eventuellen Ansprüchen (Mindesturlaubsvergütung) bei Arbeitsausfall wegen unverschuldeter Krankheit ohne Lohnanspruch und/oder Saison-Kurzarbeitergeld (Saison-KUG) aber der 91. Ausfallstunde MUV
Bitte beachten:
Die Ansprüche auf Mindesturlaubsvergütung erhöhen somit den Urlaubsanspruch, der sich aus dem Bruttolohn ergibt.

Urlaubsprozentsatz

Der tarifvertragliche Prozentsatz zur Errechnung der Urlaubsvergütung beträgt ab dem 1. Januar 2018 14,25 % inkl. dem zusätzlichen Urlaubsgeld.

Urlaubsvergütung für Schwerbehinderte

Für Schwerbehinderte (mindestens 50 %) beträgt die Urlaubsvergütung 16,63 % inkl. dem zusätzlichen Urlaubsgeld.

Wichtig: Der erhöhte Prozentsatz gilt nicht für die Ansprüche auf Mindesturlaubsvergütung bei Arbeitsausfällen ohne Lohnanspruch!

Urlaubsentgelt

Das Urlaubsentgelt beträgt 11,4 % des Bruttolohnes.

Zusätzliches Urlaubsgeld

Das zusätzliche Urlaubsgeld beträgt 25 % des Urlaubsentgeltes. Sozial­versicherungs­rechtlich ist das zusätzliche Urlaubs­geld als Einmalbezug zu behandeln.

Berechnungsbeispiel

Hier finden Sie ein Beispiel, wie sich die Urlaubsvergütung errechnet:

Beispiel

Bruttolohn = 37.500 €
EUR 37.500 x 14,25 % = 5.343,75 €
Die Urlaubsvergütung daraus beträgt 5.343,75 €

Verfall

Der Urlaubsanspruch besteht gegen­über dem Arbeit­geber. Er ver­fällt mit Ablauf des Kalender­jahres, das auf das Jahr der Ent­stehung dieses Anspruchs folgt. Inner­halb eines weite­ren Kalender­jahres kann der Arbeit­nehmer eine Ent­schädi­gung in Höhe der Urlaubs­ver­gütung für den ver­falle­nen Urlaubs­anspruch von der UKB verlangen.

Die Mindesturlaubs­ver­gütungs­an­sprüche wegen Krank­heit verfallen jedoch erst nach Ablauf von weite­ren drei Mona­ten. Ein Ent­schädi­gungs­an­spruch gegen­über der UKB besteht für diese Ansprüche nicht.

Urlaubsvergütung bei unverschuldeten Ausfallzeiten

Urlaubsvergütung bei unverschuldeten Ausfallzeiten (Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs in der Rechtssache Hein).

Der Europäische Gerichtshof hat in der Rechtssache Hein entschieden, dass ein Arbeitnehmer für seinen Jahresurlaub mindestens die gleiche Vergütung erhält wie in der regulären Arbeitszeit.

In der Urlaubsregelung für die gewerblichen Arbeitnehmer im Baugewerbe in Bayern ist geregelt, dass ein Arbeitnehmer ein zusätzliches Urlaubsgeld in Höhe von 25 % und in bestimmten Fällen eine Mindesturlaubsvergütung erhält. Damit erhalten Bauarbeitnehmer in den meisten Fällen sogar eine deutlich höhere Urlaubsvergütung als vom Europäischen Gerichtshof gefordert. Bei sehr langen Ausfallzeiten, insbesondere aufgrund von Witterung, kann sich die Urlaubsvergütung jedoch aufgrund der Zeiten ohne Bezahlung so weit verringern, dass sie unter die gewohnte Vergütung sinkt. In diesen Fällen zahlt die UKB Urlaubsabgeltungen, Entschädigungen sowie Erstattungen dennoch mindestens in der durch den Europäischen Gerichtshof geforderten Höhe.

Folgende Sonderfälle gibt es:

  • Ausfallzeiten aus zwingenden Witterungsgründen (§ 4 Nr. 6.1 BRTV)
  • die ersten 90 Ausfallstunden mit Bezug von Saison-Kurzarbeitergeld (§ 4 Nr. 6 BRTV, § 6 Ziffer 2 Satz 2 Urlaubsregelung für die gewerblichen Arbeitnehmer im Baugewerbe in Bayern)
  • Ausfallzeiten aufgrund von Witterung oder wirtschaftlicher Gründe in der gesetzlichen Schlechtwetterzeit (01.12. bis 31.03.) ohne Bezug von Saison-Kurzarbeitergeld (§ 4 Nr. 6 BRTV)

Bitte kontaktierten Sie uns wenn Sie oder Ihr gewerblicher Arbeitnehmer Anspruch auf eine erhöhte Urlaubsvergütung haben.

Wir benötigen folgende Nachweise:

  • einen Nachweis über die entsprechenden unverschuldeten Ausfallzeiten
  • einen Nachweis über die arbeitsvertragliche gewöhnliche Arbeitszeit
  • den arbeitsvertraglich geschuldeten Bruttostundenlohn

Anhand dieser Unterlagen berechnen wir die Urlaubsvergütung auf Grundlage des gewohnten Arbeitsentgelts. Fallen die errechneten Leistungen höher aus, als nach der üblichen Berechnung nach der Urlaubsregelung für die gewerblichen Arbeitnehmer in Bayern, dann zahlen wir die höhere Urlaubsabgeltung oder -entschädigung aus bzw. schreiben den höheren Betrag dem Beitragskonto gut.